Seelsorgeeinheit St. Christophorus/St. Johannes der Täufer
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Über uns

Corona-Update des des Bischöflichen Generalvikariats vom 24.03.2021, Dr. Klaus Winterkamp

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrte Herren Pfarrer,

liebe Mitbrüder,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seelsorge,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

 

nach den Aufregungen des gestrigen und den Klarstellungen des heutigen Tages, nun das eigentlich schon früher angedachte Corona Update.

 

Zunächst mal gilt grundsätzlich, dass weiterhin die Feier von Gottesdiensten in Präsenz unter den bekannten und geltenden Rahmenbedingungen möglich ist. Persönlich habe ich den Eindruck, dass dies in unserem Bistum bisher immer in großer Verantwortung, unter Beachtung aller Vorgaben und Hygienekonzepte sowie des lokalen Infektionsverlaufes geschehen ist. Dafür danke ich allen Verantwortlichen vor Ort in den Pastoralteams, den pfarrlichen Gremien oder Krisenstäben sehr. Ich bin mir sicher, dass alle Beteiligten weiterhin ihrer Verantwortung nachkommen und unter Berücksichtigung der genannten Rahmenbedingungen und örtlichen Inzidenzen die richtigen Entscheidungen treffen. Weiterhin dürfen alle davon ausgehen, dass sie im Ringen um die richtigen Lösungen und für alle zu fällenden Entscheidungen mein volles Vertrauen und jede Rückendeckung haben, weil die Lage vor Ort am besten eingeschätzt und beurteilt werden kann.

 

Es ist damit zu rechnen, dass es lokal bei hohen Inzidenzen durch Allgemeinverfügungen der Kreise und kreisfreien Städte zu weiteren Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens kommen kann, wovon dann unter Umständen auch die Feier von Gottesdiensten betroffen sein könnte. Sofern das der Fall ist bitte ich darum, sich umgehend mit meinem Sekretariat in Verbindung zu setzen.

 

Unter den geltenden und bekannten Rahmenbedingungen können die Kar- und Ostergottesdienste in Präsenz gefeiert werden. Auf Prozessionen (sowie gemeinsame und öffentliche Kreuzwege) unter Beteiligung der Gottesdienstgemeinde sollte allerdings verzichtet werden, weil das Einhalten der Abstandsregeln nur schwerlich möglich ist. Prozessionen mit kleineren liturgischen Gruppen unter Beachtung der Abstandsregeln sind möglich. Das gilt sowohl für den Palmsonntag als auch für den Karfreitag und für den Einzug in die Kirche mit dem Osterlicht in der Osternacht.

 

Wie vielerorts bereits geregelt, empfiehlt sich ggf. eine gesonderte Anmeldeerfordernis seitens der Mitfeierenden für die Gottesdienste der Kar- und Ostertage, um alle Hygiene- und Abstandsregeln zu gewährleisten.

 

  • Palmsonntag:

Die Segnung der Palmzweige kann innerhalb der Messfeier wie üblich    erfolgen.

 

Gegen die Verwendung von Weihwasser für die Besprengung der Zweige spricht nichts, wenn – dazu haben wir uns bei einem namenhaften deutschen Virologen erkundigt – die Segnung des Wassers unter Benutzung einer medizinischen Maske und im entsprechenden Abstand erfolgt und Aspergill und Weihwassergefäß in sauberem Zustand sind. Das gilt entsprechend für die Besprengung der Gemeinde beim Taufgedächtnis in der Osternacht.

 

  • Gründonnerstag:

Die Fußwaschung ist möglich, wenn genügend Abstand zwischen den Teilnehmenden gewährleistet ist, der Zelebrant unter Tragen einer medizinischen Maske die Füße nur übergießt und die Teilnehmenden ihre Füße selbst trocknen. Anstelle der Fußwaschung können ggf. Zeugnisse caritativen Handelns seitens der Gemeinde während der Corona-Pandemie gegeben werden. Die Kommunion unter beiderlei Gestalten ist nicht möglich. Abendliche Anbetungs- oder „Ölbergstunden“ sind unter Einhaltung der bekannten Rahmenbedingungen durchführbar.

 

  • Karfreitag:

Wie im letzten Jahr bietet es sich an, unter den Großen Fürbitten eine besondere zur Coronapandemie aufzunehmen. Eine Vorlage ist angehängt.

Bei der Kreuzverehrung ist der Mindestabstand der Gläubigen zu gewährleisten. Eine Berührung des Kreuzes ist nicht gestattet. Alternativ verehren nur die Liturgen/Ministranten/Lektoren etc. oder einzelne Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde das Kreuz. Alternativ könnte das Kreuz auch durch die Reihen der Gläubigen getragen werden, die ihrerseits in den Bänken bleiben und beim Vorbeitragen das Kreuz durch eine Kniebeuge oder Verbeugung am Platz ehren.

 

  • Osternacht:

Die Bereitung der Osterkerze sollte nur im kleinen Rahmen mit möglichst wenigen Teilnehmenden rund um das Feuer erfolgen.  Das Weiterreichen des Osterlichtes ist unter den Gläubigen möglich. Die Segnung des Taufwassers und das Taufgedächtnis ist unter den oben schon genannten Bedingungen ebenfalls möglich. Auf das Eintauchen der Osterkerze in das Wasser sollte aus hygienischen Gründen ausnahmsweise verzichtet werden.

 

Über die Angebote zu Präsenzgottesdiensten hinaus, gibt es in zahlreichen Gemeinden viele kreative Alternativangebote – angefangen von Hausgottesdienstangeboten bis hin zu Ostergrüßen und -tüten.

Auch wenn die Bundeskanzlerin den Beschluss zur Osterruhe zurückgenommen hat, gebe ich die Bitte der Bundesregierung nach virtuellen Angeboten am Osterfest gerne weiter. Daher danke ich ebenfalls für alle Kreativität, die sich auch im digitalen und im Streaming-Angebot nach einem Jahr „Coronaerfahrung“ entwickelt hat.

 

In den letzten Wochen ist es bei alternativ entwickelten Angeboten in Präsenzform teilweise zu Missverständnissen mit den kommunal zuständigen Behörden gekommen. Es bleibt zu beachten, dass kulturelle Veranstaltungen (Konzerte etc.) derzeit auch in Kirchenräumen nicht gestattet sind. Es muss sich definitiv um eine gottesdienstliche Veranstaltung handeln. Im Rahmen eines Gottesdienstes sind musikalische oder künstlerische Vorträge möglich – wie es beispielsweise im Dom zu Münster im Rahmen der Geistlichen Themenabende jeden Mittwoch in der Österlichen Bußzeit geschieht. Natürlich ist neben der Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln für alle alternativen Gottesdienstangebote in Präsenz die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten.

 

Da der Beschluss zur Osterruhe nun sowohl für den Gründonnerstag als auch für den Karsamstag zurückgenommen wurde, sind beide Tage arbeitsrechtlich als „normale“ Arbeitstage zu werten.

 

Mehrere Anfragen richteten sich in den letzten Wochen auf die Nutzung der Luca App. Dazu hängt eine Stellungnahme der „Arbeitsgruppe für Informationssicherheit der NRW Bistümer“ an.

 

Da die Coronaschutzverordnung für das Land NRW noch nicht aktualisiert wurde, könnte es sein, dass ich mich in den nächsten Tagen noch einmal melden muss.

 

Mit umso herzlicheren Grüßen,

Klaus Winterkamp

Corona-Update des des Bischöflichen Generalvikariats vom 08.03.2021, Dr. Klaus Winterkamp

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrte Herren Pfarrer,

liebe Mitbrüder,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seelsorge,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

 

mit Datum vom 5. März 2021 hat das Land NRW eine neue Coronaschutzverordnung herausgegeben, die ab heute, den 8. März, in Kraft tritt und bis zum 28. März 2021 Gültigkeit hat.

 

Auf Folgendes möchte ich in diesem Zusammenhang aufmerksam machen:

 

  1. Die bisher gültigen Bestimmungen für die Feier von Gottesdiensten in Präsenz bleiben unverändert gültig. Wie schon im letzten Update geschrieben, können unter diesen Bedingungen auch die Feiern der Kar- und Ostertage geplant werden. Ich gehe derzeit nicht davon aus, dass sich an den für die Gottesdienste mit der Staatskanzlei getroffenen Vereinbarungen etwas ändert, wenn die Kreise oder kreisfreien Städte gem. § 16 (2) der Coronaschutzverordnung ab einer 7-Tages-Inzidenz von 100 möglicherweise weitergehende Schutzmaßnahmen anordnen würden. Sollte es dennoch vor Ort dazukommen, bitte ich jeweils um Rücksprache.

 

  1. Der Betrieb von Bibliotheken und Archiven ist nach § 6 unter der Beachtung der in den §§ 2-4a dargelegten Schutz-, Hygiene-, Abstands- und Rückverfolgbarkeits-Maßnahmen wieder möglich. Insofern ist auch der Betrieb der KÖBs wieder gestattet. Das Erfordernis der Kontaktnachverfolgung entfällt bei der bloßen Abholung bestellter oder automatisiert abholbarer Medien sowie deren Rückgabe.

 

  1. Auch für die musikalischen Angebote eröffnen sich verschiedene Möglichkeiten:
  • Konzerte sind im Freien zulässig, wenn die Aufführenden einen Mindestabstand von 2 Metern einhalten und die Teilnehmenden der Veranstaltung aus ihrer Wohneinrichtung folgen (sog. Fensterkonzerte).
  • Der musikalische Unterricht in Präsenz ist für Gruppen von höchstens fünf Schülerinnen und Schülern (Teilnehmerinnen und Teilnehmern) möglich.
  • Unabhängig davon sind – wie bisher auch – Proben von kleineren Chören oder Musikensembles zur Vorbereitung von Gottesdiensten weiterhin möglich.

 

4.  Im außerschulischen Bildungsbereich sind ab sofort wieder Nachhilfeangebote in Präsenz für Gruppen von höchstens fünf Schülerinnen und Schülern zulässig.

Ebenso sind in Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe – immer unter Beachtung der in den §§ 2-4a dargelegten Schutz-, Hygiene-, Abstands- und Rückverfolgbarkeits-Maßnahmen – Angebote für Gruppen von höchstens fünf Schülerinnen und Schülern und darüber hinaus im Freien für Gruppen von höchstens 20 Kindern bis zum Alter von 14 Jahren möglich.

 

Herzliche Grüße und alles Gute für Ihre und Eure Gesundheit,

Dr. Klaus Winterkamp

Corona-Update des des Bischöflichen Generalvikariats vom 22.02.2021, Dr. Klaus Winterkamp

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrte Herren Pfarrer,

liebe Mitbrüder,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seelsorge,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

 

mit Datum vom 19. Februar 2021 ist erneut eine geänderte Coronaschutzverordnung NRW bekanntgegeben worden.

 

Wie schon bei der letzten Änderung vom 14. Februar 2021 sind auch diesmal für die Feier von Gottesdiensten keine Veränderungen mit der Aktualisierung verbunden. Das gilt auch für die Feier von Beerdigungen.

Auch für die kommenden Wochen einschließlich der Feier der Kar- und Ostertage ist mit Veränderungen der Coronaschutzverordnung NRW im Hinblick auf die Feier von Gottesdiensten oder der Vereinbarungen, die die nordrhein-westfälischen Bistümer mit der Landesregierung getroffen haben, weder in die eine noch in die andere Richtung zu rechnen. Daher können alle Gottesdienste für die Österliche Bußzeit, die Kar- und Ostertage unter den jetzigen Bedingungen geplant werden – egal, ob sie im Außen- oder im Innenbereich stattfinden.

 

Noch einmal weise ich darauf hin, dass die Bistümer NRW aus politischen Gründen auf die Feier von Gottesdiensten in Präsenz nicht generell verzichten. Die Entscheidung darüber, wie Gottesdienste vor Ort gefeiert werden, liegt in der Verantwortung der Pfarreien, Pastoralteams, der jeweiligen Gremien oder Krisenstäbe. Ich gehe davon aus, dass alle Verantwortlichen unter Beachtung der Inzidenzzahlen die unter den jeweiligen Gegebenheiten angemessenen Entscheidungen treffen.

 

Für die Planung der Gottesdienste weise ich besonders darauf hin, dass der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) seinen Mitgliedsländern für die Österliche Bußzeit jeweils einen Gedenktag zugeteilt hat, an dem der Verstorbenen der Corona-Pandemie gedacht werden soll. Für die Bundesrepublik ist das der Samstag dieser Woche, der 27. Februar 2021. Ich bitte herzlich darum, in den Gottesdiensten am 27. Februar 2021, insbesondere in den Vorabendmessen, dieses Anliegen aufzugreifen und der Verstorbenen zu gedenken, die im Zusammenhang mit Corona verstorben sind. Weltweit wird derzeit von mehr als 2,46 Mio. Toten ausgegangen, in Deutschland sind es inzwischen mehr als 67.900. Materialien, Gebetstexte, Gottesdienstvorlagen o.ä. gibt es für diesen Gedenktag keine.

 

Katechesen können nach der derzeitigen Fassung der Coronaschutzverordnung NRW nicht unter § 6 (außerschulische Bildungsangebote) subsumiert werden. Sie fallen unter § 1 Abs. 3 der Coronaschutzverordnung NRW und gelten als „andere Versammlungen zur Religionsausübung“. Elternabende gehören nicht zu den Katechesen.

Für die Planung und Durchführung aller Katechesen rate ich dennoch dringend zum Einhalten aller Hygiene-, Abstands- und sonstiger Vorschriften, die § 6 Abs. 3 für außerschulische Bildungsangebote vorschreibt (strikte Beachtung der Regelungen der § 2 bis 4 a, also Hygiene- und Infektionsschutzanforderungen, Masken- und Abstandspflicht sowie möglichst große Räumlichkeiten).

 

Auf nordrhein-westfälischer Ebene haben sich die Generalvikare darauf verständigt, dass die Seelsorgerinnen und Seelsorger in der „Sonderseelsorge“ (Krankenhaus, Notfall und Polizei) im Rahmen von Impfungen der Beschäftigten berücksichtigt werden können. Eine grundsätzliche Bevorzugung von Seelsorgerinnen und Seelsorgern bei den Impfungen halten die Generalvikare für kontraproduktiv.

Nach einer bundesweit durchgeführten Umfrage, ob und wenn ja, warum, Bischöfe oder Generalvikare bereits geimpft worden sein könnten, hat das Bistum Münster im Hinblick auf die Bistumsleitung klar formuliert, dass sich jeder dann wird impfen lassen, wenn er an der Reihe ist. Um unnötige mediale Aufmerksamkeit und Unverständnis in der Öffentlichkeit zu vermeiden, bitte ich bei möglichen Impfangeboten durch Einrichtungen in der Kranken-, Behinderten- oder Altenhilfe an Seelsorgerinnen und Seelsorger, die nicht direkt bei den genannten Einrichtungen ihren primären Einsatz wahrnehmen, um sorgfältige Würdigung, ob die in den genannten Einrichtungen tatsächlich erforderliche Seelsorge diese Impfung im Vergleich zur (eventuellen) eigenen Stellung in den Verantwortungsgremien der genannten Institutionen oder zur allgemeinen Stellung im pastoralen Dienst rechtfertigt.

 

Für die in diesen Tagen vor besonderen Herausforderungen stehenden Kitas und Schulen kommen jeweils gesonderte Hinweise aus den entsprechenden Fachabteilungen des BGVs.

 

Mit besten Wünschen für die Österliche Bußzeit und für Ihre und Eure Gesundheit, grüßt herzlich,

Dr. Klaus Winterkamp

Corona-Update des des Bischöflichen Generalvikariats vom 13.01.2021, Dr. Klaus Winterkamp

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrte Herren Pfarrer,

liebe Mitbrüder,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seelsorge,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

 

mit Datum vom 22. Januar 2021 ist die Coronaschutzverordnung des Landes aktualisiert worden. Sie gilt ab 25. Januar 2021 bis voraussichtlich 14. Februar 2021.

 

Folgende Änderungen sind von Bedeutung:

 

Ab 25. Januar 2021 besteht in den Gottesdiensten die Pflicht, FFP2- oder OP-Masken zu tragen (sog. medizinische Masken). Diese Verpflichtung gilt nur während der Gottesdienste, auch am Platz. Sie gilt nicht für den Besuch einer Kirche oder eines Gotteshauses außerhalb der Gottesdienstzeiten. Hier reicht weiterhin das Tragen einer sog. Alltagsmaske. Die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske gilt auch bei Beerdigungsgottesdiensten in Kirchen oder Trauerhallen oder anderen geschlossenen Räumen, nicht aber bei Beerdigungsgottesdiensten und den „eigentlichen“ Beerdigungen im Freien. Auch hier genügen die sog. Alltagsmasken.

 

Da es sein kann, dass es Personen gibt, die aus medizinischen Gründen auch keine sog. medizinische Maske tragen können, bitte ich – wie früher schon mal hinsichtlich der Alltagsmasken – herzlich und dringend darum, in solchen Fällen äußerst sensibel vorzugehen und diese Fragen vor oder nach einem Gottesdienst zu klären, aber bitte nicht während des Gottesdienstes!

 

Im Unterschied zum Update vom 8. Januar 2021 müssen die zuständigen Behörden nicht mehr allwöchentlich über die jeweilige Gottesdienstordnung im Einzelnen informiert werden. Es reicht bei den zuständigen Behörden die einmalige Information darüber, dass Gottesdienste in Präsenz gefeiert werden. Darum brauchen auch Kasualien, z. B. Beerdigungen, die kurzfristig gefeiert werden, bei den Behörden nicht eigens angezeigt werden. Die in der Coronaschutzverordnung (§ 1 Abs. 3) vorgesehene Regelung, Zusammenkünfte mit mehr als 10 Teilnehmenden spätestens zwei Werktage im Voraus anzuzeigen, gilt nur für solche Religionsgemeinschaften, die keine wie von uns mit der Staatskanzlei abgesprochenen Regelungen vorlegen können.

 

Alle anderen mit der Staatskanzlei abgesprochenen Rahmenbedingungen bleiben bestehen: Gewährleistung der Rückverfolgbarkeit, Verzicht auf Gemeindegesang, Einhaltung des Mindestabstands.

 

In den Pfarrbüros besteht gem. § 3 Abs. 2a weiterhin nur die Verpflichtung zum Tragen einer Alltagsmaske.

 

Mit besten Wünschen für die Gesundheit und herzlichen Grüßen,

Klaus Winterkamp

Corona-Update des des Bischöflichen Generalvikariats vom 13.01.2021, Dr. Klaus Winterkamp

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrte Herren Pfarrer,

liebe Mitbrüder,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seelsorge,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

 

es gibt zwar keine neue Coronaschutzverordnung, aber verschiedene Anfragen geben Anlass für folgende Hinweise:

 

Nach § 7 der Coronaschutzverordnung sind sämtliche Bildungsveranstaltungen als Präsenzveranstaltungen grundsätzlich nicht zulässig. In Ausnahme hierzu sind ab dem 11. Januar 2021 medizinisch oder therapeutisch gebotene Angebote der Selbsthilfe auch in Präsenz unter Einhaltung der Schutz- und Hygienevorschriften möglich (z. B. Gruppentreffen des Kreuzbundes), wenn die Durchführung vorab der zuständigen Behörde angezeigt wird. Für solche Treffen sollten daher auf Anfrage auch die nötigen Räumlichkeiten in Pfarrheimen zur Verfügung gestellt werden. Die Anzeige bei der Behörde hat durch den Veranstalter zu erfolgen.

 

Für verschiedene Kreise oder kreisfreie Städte gilt mit Datum vom 12. Januar 2021 neben der allgemeinen Coronaschutzverordnung die Coronaregionalverordnung (CoronaRegioVO). Diese gilt insbesondere für den Kreis Recklinghausen. Nicht alle Kommunen, Kreise oder kreisfreien Städte, die von einer Inzidenz von über 200 betroffen sind, schließen sich den in der Regionalverordnung vorgesehenen Regelungen an. Das entscheiden die Städte, Kommunen oder Kreise jeweils selbst. So oder so begrenzt die Coronaregionalverordnung den Bewegungsradius der Einwohner auf 15 km. Gerechnet wird ab der Gemeindegrenze, also nicht von der eigenen Wohnungstür an. Der Zielort ist punktgenau zu berücksichtigen. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auch für Seelsorgerinnen und Seelsorger, sind Mustervorlagen angehängt, die bei evtl. Kontrollen über die 15 km hinaus als Bescheinigungen vorgelegt werden können.

 

Der Gedenktag des Heiligen Blasius am 3. Februar liegt zwar jenseits der bisher vorgesehenen Frist für den Lockdown, doch zur Durchführung des Blasiussegens gehen bereits Anfragen ein. Von einem Einzelsegen, der mit einer persönlichen Anrede und Berührung der Gläubigen verbunden ist, ist in diesem Jahr abzuraten. Stattdessen sollte der Blasiussegen am Ende der Messfeier zentral und für alle gemeinsam erfolgen.

 

Anfragen erreichen uns auch bzgl. der Spendung des Aschenkreuzes. Die vatikanische Gottesdienstkongregation hat dazu gerade gestern einen Vorschlag bekanntgegeben, den ich hiermit gerne weiterreiche. Demnach soll die Asche den Gläubigen ohne Berührung aufs Haupt gestreut werden. Natürlich tragen die Austeilenden dabei eine Mund-Nase-Bedeckung. Die bei der Spendung des Aschenkreuzes üblichen Formeln „Kehre um und glaube an das Evangelium“ oder „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“ soll der Priester vorher kollektiv zu allen Anwesenden sagen. Zuvor wird das übliche Segensgebet über die Asche gesprochen und diese wortlos mit Weihwasser besprengt.

 

Mit weiterhin besten Wünschen für Ihre und Eure Gesundheit und herzlichen Grüßen,

Dr. Klaus Winterkamp

Corona-Update des des Bischöflichen Generalvikariats vom 15.12.2020, Dr. Klaus Winterkamp

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrte Herren Pfarrer,

liebe Mitbrüder,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seelsorge,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

 

die NRW Landesregierung hat eine neue Coronaschutzverordnung veröffentlicht, die ab morgen, den 16. Dezember 2020 gültig ist. Sie greift die Absprachen zwischen der Kanzlerin und den MinisterpräsidentInnen auf, die am Sonntag in Berlin stattgefunden haben. Die Coronaschutzverordnung ist auch für unseren Bereich mit erheblichen Veränderungen verbunden:

 

1. Gottesdienste allgemein

 

a) Für alle Gottesdienste gilt ab 16. Dezember 2020 der Verzicht auf den Gemeindegesang. Dieser Verzicht ist für uns im Bistum Münster einschneidender als in anderen Diözesen, da fast alle anderen entweder schon lange auf den Gesang verzichten mussten oder freiwillig verzichtet haben. Die Untersagung des Gemeindegesangs bezieht sich sowohl auf Gottesdienste im Innenraum (Kirchen, Turnhallen, Zelte, Reithallen etc.) als auch auf Gottesdienste im Außenbereich (Plätze, Sportplätze, nicht überdachte Stadien, Schulhöfe, Marktplätze etc.). Nicht davon betroffen bleibt weiterhin der Gesang von (kleineren) Chören, Scholen, Kantoren, oder Gesangsensembles. Die Zahl der Sängerinnen und Sänger hängt schlicht von der Größe des zur Verfügung stehenden Raumes ab und liegt im Ermessen der musikalisch wie gottesdienstlich Zuständigen sowie der örtlichen Teams und Gremien. Auch können Orchester und Musikensembles mit Bläsern sowie Soloinstrumente eingesetzt werden. Alle Musizierenden dürfen zur Vorbereitung der Gottesdienste regelmäßig proben. Natürlich gelten hierfür die bereits bekannten Regeln: Beim Singen und beim Musizieren mit Blasinstrumenten ein Mindestabstand von 2 Metern, bei anderen Instrumenten die üblichen 1,5 Meter; der Abstand zwischen Musizierenden und Gemeinde muss mindestens 4 Meter betragen.

 

b) Für alle Gottesdienste gilt ferner die Pflicht, die vor Ort zuständigen Behörden zu informieren. Konkret bedeutet das, den zuständigen Behörden eine Gottesdienstordnung – am besten gleich für die folgenden Wochen – zukommen zu lassen und dabei darauf hinzuweisen, dass alle Gottesdienste unter Beachtung der Vorgaben der Coronaschutzverordnung und der mit der Staatskanzlei abgesprochenen kircheninternen Regeln gefeiert werden:

  • Der Mindestabstand wird eingehalten.
  • Es besteht die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (auch bei Gottesdiensten im Außenbereich), ausgenommen sind Zelebranten, liturgische Dienste, Lektoren sowie Sängerinnen und Sänger.
  • Die Teilnehmerzahl ist begrenzt: Im Kirchenraum auf die Zahl, die unter Berücksichtigung der Mindestabstände zulässig ist. Grundsätzlich ist die Teilnehmerzahl auf 250 im Innenbereich (auch in Turnhallen, Zelten, Reithallen etc.) und auf 500 im Außenbereich begrenzt.
  • Die Rückverfolgbarkeit wird gewährleistet.

 

c) Bei Gottesdiensten, die zu einer Auslastung der Kapazitäten, d. h. der zur Verfügung stehenden Plätze führen können (das wird wohl in besonderer Weise für die Angebote am Heiligen Abend und am 1. Weihnachtsfeiertag gelten), besteht über die gerade genannten Verpflichtungen hinaus zudem eine Anmeldeerfordernis. Das gilt unterschiedslos für alle Angebote: Messfeiern, Wortgottesdiente, Segensfeiern, Krippenspiele, meditative Angebote etc.. Und es gilt sowohl für alle Angebote im Innen- wie im Außenbereich.

 

2. Beerdigungen

Beerdigungsgottesdienste können in den Kirchen unter den unter 1. genannten Regeln wie gewohnt durchgeführt werden. Eine Begrenzung der Teilnehmerzahl bei Trauergottesdiensten und Beisetzungen auf dem Friedhof gibt es nicht.

 

3. Sakramentale Feiern

Auch Taufen und Trauungen sind unter den unter 1. genannten Bedingungen möglich. Für bis Ende des Monats Januar geplante Firmfeiern bitte ich darum, sich mit dem zuständigen Weihbischof in Verbindung zu setzen.

 

4. Außerschulische Bildungsangebote

a) Alle katechetischen Angebote, Glaubensgespräche, Bibelkreise und -gespräche, Messdienerstunden zur liturgischen Ausbildung, Gruppenstunden etc. sind in Präsenz untersagt – digital ist alles möglich!

 

b) Selbsthilfegruppen

Angebote der Selbsthilfe (z. B. Kreuzbund o. ä.) sind in Präsenz ebenfalls untersagt. Auch hier ist digital alles möglich!

 

c) Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe

Im Unterschied zu den unter b) und c) genannten Angeboten bleiben in Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe dringend erforderliche Betreuungsangebote der Einzelbetreuung in Präsenz möglich.

 

Derzeit laufen weitere Absprachen mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW über eine Musterallgemeinverfügung für alle Kommunen und Gebiete, die möglicherweise über die 200er Inzidenz hinaus kommen könnten. Auf diese Weise hoffen wir, zu einer für alle eventuell betroffenen Kommunen und Gebiete einheitlichen Hotspot-Strategie (besonders im Hinblick auf die Feier der Gottesdienste) zu kommen, damit die in § 16 Abs. 2 der Coronaschutzverordnung angesprochenen zusätzlichen Schutzmaßnahmen der jeweils zuständigen Behörden sich vor Ort nicht zu sehr voneinander unterscheiden. Dazu hoffe ich, Ihnen und Euch morgen weitere Informationen zukommen lassen zu können.

 

Ebenso laufen heute noch weitere Absprachen hinsichtlich der Sternsingeraktion Anfang Januar. Auch diesbezüglich hoffe ich, die Ergebnisse morgen mitteilen zu können.

 

Hinweisen möchte ich auf eine Videobotschaft unseres Bischofs Dr. Felix Genn. Er wendet sich im Zugehen auf das Weihnachtsfest mit einem Wort des Dankes und der Zuversicht an alle Gläubigen in unserem Bistum. Es ist ab dem 18. Dezember 2020 auf dem YouTube-Kanal unseres Bistums unter folgendem Link zu finden: https://youtu.be/DBPZDd-6qNY. Es wäre schön, in den pfarrlichen oder sonstigen Publikationen auf das Wort unseres Bischofs hinzuweisen und es den Gläubigen zugänglich zu machen.

 

Dringend und herzlich bitte ich darum, die Kirchengebäude nicht zu schließen, sondern für Besucher offen zu halten, damit sie in dieser für viele belastenden und herausfordernden Zeit ein Ort der Zuflucht, des Trostes, des Gebetes sein können und sozusagen ein Obdach für die Seele bieten.

 

Ebenso herzlich und dringend bitte ich darum, die Infos der Corona Updates an alle relevanten Personen in den Pfarreien, Einrichtungen und Institutionen so schnell wie möglich weiterzugeben. Da dies nicht immer in der gewünschten Weise geschehen ist, muss ich hier leider explizit darauf hinweisen.

 

Ich hoffe, alle Updates kommen für die Planungen noch rechtzeitig genug. Ich möchte nur noch mal darauf hinweisen, dass ein neues Corona Update erst dann kommt, wenn das Land die Coronaschutzverordnung veröffentlicht hat – getreu dem Motto: Gegackert wird erst, wenn die Eier gelegt sind!

 

Mit besten Wünschen an Sie und Euch, wahrscheinlich bis morgen,

Klaus Winterkamp

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