Liebe Leserin, lieber Leser,
am 17. Januar feierten wir Patronatsfest in St. Antonius Vrasselt. Der plattdeutsche Christ spricht auch gerne von „Pogge Tön“.
Der Heilige Antonius verkaufte, was er besaß, wurde Mönch und zog das einfache Leben dem Prunk und Reichtum vor.
Er ging in die Wüste und lebte als Eremit. Er kümmerte sich um Kranke und Arme. Sein asketisches Mönchsleben diente vielen als Vorbild – Anfang des 11. Jahrhunderts gründete sich in Frankreich der Antoniter-Orden, um seinem Vorbild zu folgen.
Dank dieses Ordens wurden unzählige Hospitäler und Krankenhäuser gegründet. Ein Blick über den Rhein genügt, dort finden wir das St. Antonius-Hospital in Kleve. Und es waren die Antoniter, die Antonius posthum zum Attribut des Schweines verhalfen. Die Antoniter hielten Schweine und diese liefen mit einem Glöckchen durch die Dörfer und Städte, die Bewohner gaben den Schweinen Almosen, so finanzierte sich der Antoniter-Orden.
Antonius folgte einem inneren Ruf, einer Berufung, die ihn so handeln ließ. Hier schlägt sich eine schöne Brücke zur Gebetswoche der Einheit der Christen, welche wir vom 18. bis 25. Januar begehen. Sie steht unter dem Motto: „Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung.“ (Eph 4,4)
Ein schöner Gedanke, sich unter diesem Paulus-Wort der Verbindung und der Gemeinsamkeiten der christlichen Kirchen bewusst zu machen. Schauen wir in dieser Woche auf Christus, der uns durch das Bekenntnis zur tätigen Nächstenliebe wie bei Antonius und den Antonitern auf das Einssein in Christus verweist. Schließen wir in dieser Woche ganz besonders unsere christlichen Geschwister in unsere Gebete ein. „Ein Leib und ein Geist“
Herzlichst, Ihr Diakon Stefan van Ühm
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