Seelsorgeeinheit St. Christophorus/St. Johannes der Täufer
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St. Christophorus/St. Johannes der Täufer

Liebe Gemeinde!

 

Vor 75 Jahren, in den späten Vormittagsstunden des 18. Februar 1943 wird sie verhaftet. Sie ist 21 Jahre alt und hat gerade 1700 Flugblätter in den Lichthof der Universität München flattern lassen: Sophie Scholl. Gemeinsam mit ihrem Bruder Hans wird sie von der Gestapo verhaftet und in den nächsten Stunden verhört. Konsequent versucht sie, ihre Freunde zu schützen, indem sie sich und Hans als die Hauptakteure der studentischen Widerstandsgruppe „ Weiße Rose“ darstellt. Die jungen Frauen und Männer dieser Gruppe hatten sich zuvor intensiv ausgetauscht, dass es mit ihrem Gewissen, mit ihren humanistischen und christlichen Überzeugungen und Werten nicht vereinbar ist, in nationalsozialistischen Herrschaftssystem mitzuschwimmen. Vielmehr möchten sie andere durch ihre Flyer aufklären. Nach vier Tagen und intensiven Befragungen, deren psychologischen Druck wir uns wohl kaum vorstellen können, werden sie, ihr Bruder Hans und Christoph Probst zum Tode verurteilt und enthauptet. Aus den Protokollen der Verhöre geht hervor, dass die Geschwister Scholl zu ihren Idealen standen, dass sie der allzu menschlichen Verführbarkeit nach Überleben bestanden. Und dass sie im guten Sinne dichthielten, keine Namen preisgaben, um diese zu schützen, um ihre Sache zu schützen, dass ihr Anliegen doch noch weitergehen könne.

 

Zu Beginn der ersten Fastenwoche stehen diese vier Tage der Erinnerung an ihre Prüfung. Wir können sie auf 40 Tage ausdehnen: Was sind meine Ideale? Wann verrate ich sie? Oder andere Menschen unter dem Vorwand, dass ich ja Realist bin oder Kompromisse zum Überleben dazu gehören. Wie komme ich zu einem Frieden?

 

Inneren Frieden hat Sophie Scholl gefunden. Ein Weiterleben in oder nach einem menschenverachtenden System wäre für sie genauso unerträglich gewesen wie die Leugnung ihrer Ideale. Aus diesem Frieden, den sie nicht aus sich selbst hatte, konnte sie handeln, sprechen, leben.

 

Matthias Lattek, Pastoralreferent

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