Liebe Leserinnen und Leser,
Träume
…“ich hatte einen Traum“ …. so fangen einige Unterhaltungen am frühen Morgen an. Aber was bedeutet uns der Traum wirklich, wie erleben wir diesen?
Während wir schlafen, erscheinen uns Bilder und Geschichten, die oft völlig von unserer „wachen“ Existenz abgekoppelt sind. Doch wo endet der Traum und wo beginnt die Wirklichkeit? Sigmund Freud ist der Auffassung, dass Träume Ausdruck von Wünschen und Konflikten sein können – ein Zugang zu den geheimen Wünschen der Seele. Das bedeutet, dass Träume nicht nur Illusionen sind, sondern vielmehr wichtige Hinweise auf unser inneres Leben geben können.
In diesem Denken kann uns der Traum helfen, Aspekte unseres Selbst zu erkunden, ungelöste Konflikte zu erkennen und möglicherweise Heilungsprozesse anzustoßen. So betrachtet, erscheinen Träume nicht nur als zufällige Erlebnisse, sondern als bedeutsame Ereignisse, die uns in unserem Leben begleiten.
Möglicherweise sind wir gerade in der Zeit des Traums am authentischsten wir selbst – eben ohne die Realität im „wachen“ Leben. Vielleicht sollten wir gerade deswegen den Traum nicht (nur) als Zufluchtsort betrachten, sondern auch als ständigen Begleiter auf der Suche nach uns selbst und dem, was es bedeutet, Mensch zu sein.
Malcolm Lichtenberger (Ehrenamtskoordination)
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