Liebe Leserin, lieber Leser!
„Seid also wachsam!“ (Mattäus 25,13) Dieser Ruf aus dem Evangelium dieses Sonntags begleitet uns durch die nächste Woche des Novembers. Die Tage werden dunkler, die Natur zieht sich zurück, und auch wir spüren, dass die Zeit des Jahres sich wandelt. Gerade dann lädt Jesus uns ein, mit offenen Augen und einem wachen Herzen zu leben.
Wachsamkeit bedeutet dabei nicht Sorge oder ständige Anspannung. Es geht vielmehr darum, die Gegenwart Gottes im Alltag und in Träumen nicht zu übersehen: so wie der heilige Martin. In der nackten Realität der Wirklichkeit unserem Gott zu begegnen – manchmal bestärkend, manchmal unbequem, manchmal herausfordernd, manchmal stützend. Wer so lebt, ist bereit für das, was kommt, und entdeckt schon heute die Spuren des Reiches Gottes.
Der November erinnert uns zugleich an die Vergänglichkeit des Lebens. Doch als Christen blicken wir nicht nur zurück, sondern vor allem nach vorn. Unsere Hoffnung gründet sich auf Christus, der uns das Leben in Fülle verheißt.
Matthias Lattek, Pastoralreferent
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